Kleines Budget
Unter dreißig Euro: wo ein Messer aufhört, ein Kompromiss zu sein
Ein günstiges Messer ist nicht zwangsläufig ein schlechtes. Was ein echtes Messer von einer gestanzten Form trennt, ist, ob das Angebot seinen Stahl benennt, eine Härte angibt und einen Schneidenwinkel veröffentlicht. Unter dreißig Euro nennen die meisten Angebote nichts davon; diese fünf nennen mindestens eines.
Von Jean-Benoit Buisson
Fünf Messer unter dreißig Euro, die Ihnen etwas sagen.
Das, das seine Fase angibt
Das Paudin-Santoku, 17,8 cm aus 5Cr15MoV mit 13°-Doppelanschliff, Pakkaholzgriff, angegeben für Links- und Rechtshänder. Ein veröffentlichter Winkel ist das, was Ihnen erlaubt, es auf seinen Ursprung zurückzuschärfen.
Das mit dem Holzgriff
Das Moritz & Moritz 20-cm-Kochmesser aus deutschem Messerstahl mit Akaziengriff. „Deutscher Messerstahl“ ist eine Beschreibung und keine Legierungsbezeichnung — die ehrliche Grenze dieses Angebots.
Das kleine
Das Paudin 9-cm-Schälmesser, derselbe 5Cr15MoV, dasselbe Pakkaholz, angegeben als rostbeständig und beidhändig nutzbar.
Das mit der benannten Legierung
Das Kuppels 20 cm aus gehärtetem Chrom-Vanadium-Stahl X30Cr14, mit vollem Erl und ausgewogen. Voller Erl heißt, dass der Stahl über die ganze Grifflänge reicht, was eine Aussage über die Bauweise ist und nicht über das Material.
Das günstigste mit einer echten Verfahrensangabe
Das Tefal-Santoku, 18 cm, angegeben als eisgehärtet bei −120 °C aus deutschem Edelstahl, mit Fingerschutz. Kryobehandlung ist ein echter Schritt in der Messerfertigung, und eine Temperatur zu nennen ist mehr, als die meisten Angebote in jeder Preisklasse tun.
Was dreißig Euro nicht kaufen
Eine geschmiedete Klinge, eine Damastlamination oder eine Härte über etwa 56 HRC. Das beginnt weiter oben, und nichts davon macht ein Messer schärfer, als ein Schleifstein es tut.